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A wie Anfang: Ich
gab mein Debüt als “ Skirennfahrer” im zarten Alter von
viereinhalb, anlässlich des Clubrennens des Skiclub Reutigen. Vor dem
Start nahm mich eine Freundin der Familie ins Gebet: „ Bruno, es gibt
auf dieser Strecke ein Tor, wo du besonders vorsichtige zu Werke gehen musst...“ Doch
ich wollte schon damals mit dem Kopf durch die Wand, ignorierte den gut
gemeinten Tipp, und fuhr wie ein Kamikaze auf diese Schlüsselstelle
zu. Resultat: Ich landete im Tiefschnee, wo ich aus eigener Kraft nicht
mehr rauskam. Übrigens: Die Frau, welche damals den gut gemeinten Tipp
an meine Adresse richtete, gehört heute zum harten Kern des Bruno Kernen
Fanclub...
B wie Berner Oberland: Durch
meinen Körper fliesst zwar Zigeunerblut, und ich ziehe wahnsinnig gern
in der grossen, weiten Welt herum. Doch: Am schönsten ist es immer
dann, wenn ich nach einer langen Reise zurückkomme, zurück in
meine geliebte Heimat im Berner Oberland. Nirgends fühle ich mich so
wohl wie hier. Keine andere Region, gibt mir so viel Kraft und Halt wie
das Berner Oberland.
C
wie Chris Krauss: Seit einem Jahr ist der US-Amerikaner mein
Servicemann. Dieser Bursche entpuppte sich für mich als absoluter
Glücksgriff: Er investiert sein ganzes Herzblut in seinen Job, Chris
ist ein absoluter „ Chrampfer“. Zudem ist er der erste Servicemann,
der die muskulöseren Oberarme als ich an den Tag legt... Es erfüllt
mich mit ganz viel Stolz, dass ich mit diesem Menschen zusammen arbeiten
darf!
D wie Dankbarkeit: Für
meine Karriere als Skirennfahrer reichten Talent und Fleiss alleine nicht
aus. Alles was ich bis jetzt erreicht habe, wäre ohne einen Effort
meiner Eltern nicht möglich gewesen! Vater Franz und Mutter Vreni mussten
knallhart schuften, damit sie mir das alles ermöglichen konnten. Zumal
ich nicht ihr einziges Kind war, die Ansprüche meiner beiden Geschwister
durften dabei nicht zu kurz kommen. Das ist ihnen gelungen, und dafür
m öchte ich Mama und Papa ein herzliches Dankeschön aussprechen!
E wie Erinnerungen: Erinnerungen
sind oft zart und süss, können aber auch äusserst bitter
sein. Wie auch immer: Wichtig ist, dass man nicht zu sehr in Erinnerungen
schwelgt. Ich lebe nicht im Gestern oder im Morgen, sondern im hier und
jetzt!
F wie Fanclub: Ich
bin mir ganz sicher, dass ich der treuste harte Kern, sämtlicher Fanclubs
habe. Meine Karriere ist von vielen Hochs und Tiefs gekennzeichnet. Nach
meinem Weltmeistertitel 1997 stieg die Mitgliederzahl meines Fanclubs raketenartig
in die Höhe. Genau so rasant raste diese Zahl dann allerdings zu Tale,
als in meiner Karriere die Dürreperiode regierte. Aber die Leute, die
von Anfang an dabei waren, wichen auch in schlechten Tagen nicht von meiner
Seite. Das tut wahnsinnig gut, ihr seid die treusten und liebsten Fans der
Welt!
G wie Geschwister: Mein
Bruder Roland und Schwester Beatrice (von mir Itsi-Bitzi genannt...). Mir
ist bewusst, dass es die beiden wegen mir nicht immer leicht haben. Es ist
sicher nicht einfach für sie, wenn immer nur der prominente Bruder
im Mittelpunkt steht. Doch ich möchte den beiden auf diesem Weg folgendes
mitteilen: Ich bin unendlich dankbar, dass ich euch habe.
H wie "Heiti": Wenn
es so etwas wie einen Lieblingsplatz in meinem Leben gibt, dann ist es dieser
Berg, oberhalb meiner Heimatgemeinde Reutigen. Im Sommer fahre ich unzählige
male mit dem Mountain Bike zum Heiti rauf. Oben angekommen, setzte ich mich
auf die Terrasse der Skiklubhütte und geniesse diese atemberaubende
Aussicht. Nirgends kann ich so gut abschalten, die Seele baumeln lassen
und neu Kräfte tanken, wie auf dieser wundervollen Plattform. Ich fühle
mich immer wie neugeboren, wenn ich dieses paradiesische Fleckchen Erde
in Richtung Tal verlasse.
I wie Identität: Ich
verknüpfe meine Identität vor allem mit Facettenreichtum. Ich
liebe und brauche die Abwechslung. Ich liebe die Vielseitigkeit, mag verrückte
aber auch gegensätzliche Lebensgewohnheiten. Auf der einen Seite, geniesse
ich den Aufenthalt in einem Luxus-Hotel. Aber genau so freue ich mich über
ein Wochenende mit Freunden, auf einem total primitiv eingerichteten Campingplatz.
Diese Elemente vermischt, ergeben genau die Dosis, welche das Leben, lebens-
und erstrebenswert machen.
J wie Jugend: Ich
hatte eine wunderschöne, unbeschwerte Jugendzeit. Im Zentrum dieser
wundervollen Zeit, stand natürlich der Sport. Das heisst: Neben Ski
und Rollhockey, jagte ich vor allem dem Fussball hinter her. Zusammen mit
ein paar gleichgesinnten Jungs aus meinem Quartier, entstand der FC GYSR
(Gelb- YB- Schwarz- Rot). Wir hatten gelbe Trikots, mit roter Farbe malten
wir eigenhändig den Schriftzug unseres „Hauptsponsors“ Elmex
auf... Keine Ahnung, warum wir ausgerechnet für Zahnpasta Reklame machten?!
Wie auch immer: Mittelstürmer und Goalgetter Norbert Aellen war der
Präsident unseres Vereins. Heute amtiert „ Nobse“ als erfolgreicher
Pr äsident des Schweizerischen Rollhockeyverbandes...
K wie Kernen: Neben
meinen Eltern und Geschwistern prägte vor allem ein Kernen mein Leben:
Urgrossvater Albert. Leider durfte ich viel zu wenig Zeit mit ihm verbringen,
er starb als ich vier Jahre alt war. Trotzdem denke ich noch heute sehr
oft an diesen Menschen. Dieser Mensch bestach mit einer ganz speziellen,
wunderbaren Aura. Mit seinem ruhigen Charakter und seinem sonnigen Gemüt,
versprühte er eine wunderbare Nestwärme. Er wird mir immer als
Vorbild in Erinnerung bleiben. Genau wie Bruno Kernen aus Schönried:
Ich zerplatzte fast vor Stolz, als ausgerechnet mein Namensvetter 1983 in
Kitzbühel die Hahnenkammabfahrt gewann. Heute verbindet uns ein gutes
freundschaftliches Verhältnis. Das trifft auch auf meine Frau Silvia
zu: Obwohl wir getrennt von einander Leben, überwiegen die schönen
Gedanken an die Zeit, die ich mit dieser tollen Frau verbringen durfte.
L wie Lauberhorn: Als
ich 2003 diese Geschichtsträchtige Abfahrt gewinnen konnte, gab
ich direkt nach dem Rennen den Journalisten folgendes zu Protokoll: „ Diesen
Sieg, stufe ich noch höher ein, als mein Weltmeistertitel!“ Eigentlich
habe ich damals geglaubt, dass ich diese Worte nach dem Abklingen der
ersten Euphorie, relativieren müsste. Doch der Wert dieses Sieges,
hat sich bis zum heutigen Tag nicht relativiert! Denn: Ich habe diesen
Sieg nach einer langen, persönlichen Durststrecke eingefahren. Zudem
war ich der erste Schweizer seit William Besse(1994), der hier gewinnen
konnte. Das alles, auf einer der schönsten und anspruchsvollsten
Abfahrten der Welt. Ich bleibe also dabei: Der Sieg am Lauberhorn, war
mein bislang schönster Triumph!
M wie Material: In
kaum einer anderen Sportart, muss dem Material ein derartiges Gewicht beigemessen
werden, wie im Skisport. Oder anders ausgedrückt: Du kannst ein technisch
noch so saubere Fahrt hinlegen- wenn das Material nicht passt, hast du keine
Chance. Umgekehrt kannst du aber mit einem schlechteren Lauf, trotzdem aufs
Podium fahren, wenn du an deinen Füssen „Raketen“ angeschnallt
hast. Ich habe mit meinem Skiausrüster Rossignol äusserst erfolgreiche
Zeiten erlebt. Drum weiss ich, dass diese Leute ihr Handwerk verstehen.
Auch wenn im letzten Winter eine andere Marke eine schier erdrückende
Dominanz auf uns ausgespielt hat- Ich bin davon überzeugt, dass Rossignol
diesen R ückstand heuer aufholen wird!
N
wie Niederlage: Wenn
ich meine Weltcupresultate, oberflächlich analysiere komme ich zu folgendem
Schluss: Ich habe in rund 250 Rennen, 247 Niederlagen einstecken
müssen
und „ nur“ drei mal Gewonnen. Ich habe also genügend Erfahrungen
mit Niederlagen gemacht. Aber wie sagt man so schön: Alles was dich
nicht umbringt, macht dich noch viel stärker. Drum bin ich davon überzeugt,
dass eine Laufbahn als Leistungssportler, eine optimale Lebensschule
darstellen kann. Weil man lernt, nach einer Niederlage wieder aufzustehen,
und weiterzukämpfen.
O wie Objektiv: Objektivität
ist für mich eine der wichtigsten Tugenden überhaupt. Vor allem
im Leben eines Spitzensportlers. Wenn du in zehn Rennen in Serie, völlig
Chancenlos warst, bringt es nichts, wenn du mit Parolen wie „ Das
nächste Rennen werde ich gewinnen“ aufwartest. In solchen Fällen
bringt dich nur eine objektive Bestandesaufnahme weiter. Es bringt aber
in einer derartigen Situation auch nichts, wenn man sich einredet: „ Du
bist völlig ausser Form, das macht alles keinen Sinn mehr!“ Dann
geht das Selbstvertrauen erst recht flöten. Drum: Man soll sich nie überbewerten,
genau wie man sich nicht selber fertig machen soll. Immer Objektiv bleiben...
P
wie Privatsphäre: Ich glaube, dass ich von mir behaupten darf,
dass mir Starallüren fremd sind. Ich bin nicht der Typ, der sich
im Ausgang nur im Vip-Bereich aufhält, ganz im Gegenteil. Ich erfülle
auch jeden Autogrammwunsch, wenn ich mich in der Öffentlichkeit aufhalte.
Aber auch ich brauche meine Privatsphäre. Ein Ort, an dem ich mich
zurückziehen kann, Ruhe und Kraft tanken kann. Und wenn ich mich
dort aufhalte, mache ich die Türe nicht auf, wenn Autogrammjäger
geklingelt haben. Sorry!
Q
wie Qual: Jeder der glaubt, dass ein gottbegnadetes Talent alleine
ausreichen würde um Weltmeister zu werden, täuscht sich gewaltig.
Man wird aber auch keine Erfolge verbuchen können, wenn man nur Ehrgeiz
und kein Talent mitbringt. Ein Weltmeister vereint Talent und Ehrgeiz.
Und Ehrgeiz mündet in Qual. Für mich gibt es nach einem Sommer-Training
kein besseres Gefühl, wie wenn ich ohne mit der Wimper zu zucken
zu mir sagen kann: „ Heute hast du dich gequält!“ Wenn
du dann vor dem ersten Renneinsatz eines Winters ins Starthaus gehen kannst,
mit der Gewissheit das du im Sommer und Herbsttraining die Hausaufgaben
zu Hundertprozent erfüllt hast, ist dass schon fast die halbe Miete.
Die Basis für eine erfolgreiche Rennsaison, ist dann gelegt.
R wie Rollhockey: Dieser
Sport hat mein Leben genau so geprägt, wie das Skifahren. Ich war vom
Charakter her, immer eher ein Einzelsportler. Ich war jahrelang auf dem
Rollhockeyplatz ein Einzelkämpfer, bis ich irgendwann die Erfahrung
machen musste, dass man als Egoist keinen Blumentopf gewinnen kann. Ich
habe lernen müssen, wie man sich einem Kollektiv unterordnet. Das war
mir eine wichtige Lehre für mein Leben als Skirennsportler wie als
Privatmann. Auch wenn ich heute kaum mehr Zeit finde, um dem Rollhockeysport
zu frönen, ist Rollhockey nach wie vor eine grosse Leidenschaft von
mir. Die seltenen Einsätze für die Altherren des RHC Wimmis, stellen
jedes Mal ein absolutes Highlight dar.
S
wie Sestriere: In diesem Ort im norden von Italien hat sich 1997
mein Leben, in ganz gravierender Form verändert. Ich bin damals mehr
oder weniger als No-Name dort hingefahren, und mit Gold (Abfahrt) und
Silber ( Kombination) wieder abgereist. Ab diesem Moment stand ich im
Fokus der Öffentlichkeit, in meinem Leben ist kaum ein Stein auf
dem anderen geblieben. Ich weiss nicht, ob ich mich im Frühling für
die Fortsetzung meiner Karriere hätte durchringen können, wenn
die Olympia Abfahrt im kommenden Februar nicht in Sestriere ausgetragen
würde?! Aber so stand ich irgendwie in der Pflicht: Dieser Ort hat
mir einmal Glück gebracht, warum sollte er es nicht auch noch ein
zweites mal tun?
T wie Tiefbauzeichner: Mein
erlernter Beruf. Zukünftige Erfolge werden in der Schweiz zurzeit fast
ausschliesslich von der Realisierung von Sportgymnasien und Sportschulen
abhängig gemacht. Dabei habe nicht zuletzt ich den Beweis erbracht,
dass auch der herkömmliche Weg zum Ziel führen kann. Klar: Das
Vereinen von Sport und Ausbildung viel auch mir nicht leicht. Ich wollte
nach dem ersten Lehrjahr den Bettel hinschmeissen. Doch dafür hatte
mein Vater kein Musikgehör: „ Was man angefangen hat, bringt
man auch zu Ende.“ Ich habe das Angefangene vollendet, nicht zuletzt
dank der grosszügigen Unterstützung meines Lehrmeisters Rico Meier.
Ohne sein Entgegenkommen und sein Verständnis hätte ich das Mammutprogramm
wohl nie prästiert. Aber heute bin ich froh, dass ich alles so durchgezogen
habe. Gerade diese Zeit, hat mich stark gemacht.
U
wie Umarmung: Man sagt mir nach, dass ich ein äusserst sensibler
Zeitgenosse wäre. Eigentlich nicht weiter verwunderlich, schliesslich
bin ich im Sternzeichen Krebs... Wie auch immer, Fakt ist: Wenn ich von
einer Reise zurückkomme, geniesse ich es in vollen Zügen, Freunde
und Bekannte treffen zu dürfen. Eine Umarmung tut dann einfach unglaublich
gut. Das muss keine Umarmung im herkömmlichen Sinne sein, mit Umarmung
meine ich viel eher das Gefühl zu haben, Freunde zu haben, die immer
für einen da sind. V wie Verständnis: Es
gibt unheimliche viele Charaktereigenschaften die ich gerne hätte und
nicht habe. Aber ich darf getrost von mit behaupten, dass ich Verständnisvoll
bin. Und wenn man etwas selber ist, würde man das ab und an auch von
seinen Mitmenschen erwarten. Aber genau dieses Verständnis vermisse
ich speziell in meiner Rolle als Sportler, in gewissen Situationen ganz
gewaltig.
W
wie Werbung: Eine erfolgreiche Karriere als Leistungssportler,
basiert nicht zuletzt auf zuverlässigen Werbepartnern. Ohne Werbepartner,
kein Spitzensport. Mir ist es bei den Vertragsabschlüssen mit Sponsoren,
nie ums schnelle Geld gegangen. Ich habe seit jeher mein Hauptaugenmerk
auf Konstants und Glaubwürdigkeit einer Werbepartnerschaft gelegt.
Ich bin seit Jahren in der glücklichen Lage, diesbezüglich mit
seriösen und zuverlässigen Partnern arbeiten zu dürfen.
Vielen Dank. Einen Dank muss ich an dieser Stelle allerdings auch an die
Adressen der Medien richten. Werbeverträge kann nur der abschliessen,
welcher einen gewissen Bekanntheitsgrad ausstrahlt. Und Bekanntheit kann
man nur einmal nur über die Medien erlangen.
X wie Tag-X: Vor
einer Weltcupabfahrt hast du drei Trainings, danach kommt das Rennen. Das
aufwachen an einem Renntag ist komplett anders, wie an einem Trainingstag.
Du machst die Augen auf, und schon schiesst es dir durch den Kopf: Jetzt
ist er gekommen, der Tag-X. Mir behagt dass, denn: Ich bin ein Wettkampftyp.
Warum? Weil ich dieses ganz spezielle Ambiente, dieser Nervenkitzel an einem
Renntag, so wahnsinnig liebe...
Y
wie Young and Free: In einer gewissen Hinsicht bin ich ganz sicher
Frei: Ich habe mein Hobby zum Beruf machen können. Das ist für
mich Freiheit: Das Privileg tun zu können, was man am liebsten tut,
und am besten kann. Genau diesen Gedanken versuche ich immer dann abzurufen,
wenn es sportlich nicht so gut läuft. Dann wird mir bewusst, dass
ich im Vergleich zu vielen anderen Menschen, trotz allem auf der Sonnenseite
des Lebens residieren darf. Doch was ist mit Young? Bin ich mit meinen
33. Lenzen tatsächlich immer noch jung? Ja. Weil man nun einmal immer
so alt ist, wie man sich fühlt. Und ich fühle mich verdammt
jung...
Z
wie Ziele: Ich habe immer von einer Medaille bei Olympischen
Spielen geträumt. Im kommenden Winter habe ich die Möglichkeit,
mir diesen Traum zu erfüllen. Hinter der Erfüllung eines solchen
Traumes, steckt allerdings verdammt harte Arbeit. Unzählige Tage
auf dem Gletscher, quälende Einheiten in der Kraftkammer stehen vor
der Erfüllung dieses Traumes. Und in solchen Momenten tut es gut,
wenn man wunderschöne Erinnerungen abrufen kann. Ich denke in besonders
qualvollen Situationen, immer an die Medaillen- Zeremonie anlässlich
der WM in St. Moritz. Ich kriege noch heute eine Gänsehaut, wenn
ich daran zurück denke. 30 000 Schlachtenbummler feierten mich damals
nach dem Gewinn von Abfahrts- Bronze wie ein Goldmedaillengewinnen. Einfach
wahnsinnig schön. In solchen Momenten wird dir bewusst, für
was du all die Qualen und Strapazen auf dich nimmst. Und weil ich im Februar
auf der Medaillen- Plaza von Turin, dieses ultimative Gänsehauterlebnis
noch einmal erfahren möchte, bin ich gewillt, diese Qualen noch einmal
auf mich zu nehmen. |